2015 - Dominik Sackmann

15. Jänner 2015

10.00-11.30 Uhr
Reiterkaserne, Ensembleraum EG. 17

Dominik Sackmann (Zürcher Hochschule der Künste)

"Der Misbrauch der Kadenzen" Wechselnde Konzepte einer Aufführungskonvention

Gastvortrag

in Zusammenarbeit mit dem Institut 15: Alte Musik und Aufführungspraxis

Der Vortrag beginnt bei den (heute kaum berücksichtigten) Anforderungen an eine Solokadenz, wie sie in biographischen Quellen und aufführungspraktischen Anweisungen des 18. Jahrhunderts aufscheinen, geht dann aber zu einer Erörterung des Phänomens unter einer breiteren, soziologischen und ästhetischen Perspektive über, um schließlich auch die Gründe von deren Integration in die Komposition selbst (1782-­1800) zu erörtern.



Dominik Sackmann, geboren 1960, Studium Musikwissenschaft, Kirchengeschichte und Latein in Basel und Bern. Studium Orgel in Zürich, 1988­1994 Musikredaktor bei Schweizer Radio (DRS-2). Seit 1992 Dozent für Musikgeschichte, Aufführungspraxis und Kammermusik an der heutigen Züricher Hochschule der Künste, seit 2001 dort auch Leiter der Forschungsschwerpunkts Musikalische Interpretation. Lehraufträge in Freiburg i. Br. und St. Gallen. Seit 1994 Geschäftsführer der Stiftung Christoph Delz (Basel). Vizepräsident des Barockorchesters Capriccio, Präsident der Sektion Zürich der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft. Publikationen zur Musikgeschichte des 16. bis 20. Jahrhunderts, speziell zur J. S. Bachs Instrumentalmusik, zu Schweizer Musik, zu Aufführungspraxis und Interpretationsgeschichte.

 

 

Musiktheorie / Musikanalyse - Kunstuniversität Graz