musik.theorien der gegenwart
Herausgeber der Reihe
Christian Utz
Clemens Gadenstätter
Die Schriftenreihe der Studienrichtung Musiktheorie der Kunstuniversität Graz akzentuiert aktuelle Themen im Grenzgebiet von Musiktheorie, Musikästhetik und neuer Musik. Grundsätzlich basieren die Publikationen auf Veranstaltungen an der Kunstuniversität Graz, die häufig auf Schlüsselfiguren der neuen Musik fokussiert sind (Lachenmann, Nono, Schnebel, Zender, etc.). Auch auf die theoretische Durchdringung rezenten Komponierens jüngerer Generationen wird eingegangen. Die kompositorische Arbeit wird dabei in musikgeschichtliche und musiktheoretische Kontexte gestellt und die Vielfältigkeit aktueller künstlerischer wie theoretischer Fragestellungen reflektiert.
Über das engere Feld der neuen Musik hinaus werden allgemeine gesellschaftliche und kulturelle Probleme ebenso aufgegriffen wie interdisziplinäre und interkulturelle Fragestellungen. Der Bericht zum 2008 in Graz ausgerichteten Kongress der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) in Band 4 zum Thema "Musiktheorie als interdisziplinäres Fach" (692 Seiten, 2010) spiegelt ebenfalls die Leitthemen der Reihe in einer entsprechenden methodischen Breite.
Im Verständnis der Herausgeber wird Musiktheorie als monistische Handwerkslehre heute zunehmend abgelöst von einer Fülle an „Theorien der Musik“ (vgl. den Titel der Reihe musik.theorien), die in ihrer Pluralität und ihrem Konfliktpotenzial beschrieben werden können, ohne sich jedoch in einem beliebigen Nebeneinander aufzulösen. Vielmehr soll der traditionelle Anspruch der Musiktheorie, durch systemartige Netzwerke neue Erkenntnisse zu gewinnen und neue Zusammenhänge sichtbar zu machen, auf einer übergreifenden Ebene eingelöst werden.
Erscheinungsform: 1 mal jährlich
Umfang: 150-700 Seiten pro Band, zahlreiche Abbildungen (s/w)
Die Artikel erscheinen in deutscher Sprache mit englischen Summaries im Anhang.
Redaktioneller Beirat
Sebastian Claren, Berlin
Andreas Dorschel, Graz
Lukas Haselböck, Wien
Jörn Peter Hiekel, Dresden
Ludwig Holtmeier, Freiburg
erscheint im PFAU-Verlag, Saarbrücken
