musik.theorien der gegenwart

Herausgeber der Reihe
Christian Utz
Clemens Gadenstätter

Die Schriftenreihe Musiktheorie der Kunstuniversität Graz umfasst sechs Bände (2007-2013) und akzentuiert aktuelle Themen im Grenzgebiet von Musiktheorie, Musikästhetik und neuer Musik. Die meisten Bände auf Veranstaltungen an der Kunstuniversität Graz, die häufig auf Schlüsselfiguren und Theoretiker der neuen Musik fokussiert waren (Lachenmann, Zender, Wellmer, etc.). Kompositorische Ansätze werden dabei in musikgeschichtliche und musiktheoretische Kontexte gestellt, die Vielfältigkeit aktueller künstlerischer wie theoretischer Fragestellungen wird reflektiert.

Über das engere Feld der neuen Musik hinaus werden allgemeine gesellschaftliche und kulturelle Probleme ebenso aufgegriffen wie interdisziplinäre und interkulturelle Fragestellungen. Der Bericht zum 2008 in Graz ausgerichteten Kongress der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) in Band 4 zum Thema "Musiktheorie als interdisziplinäres Fach" (692 Seiten, 2010) spiegelt die Leitthemen der Reihe in einer besonderen methodischen Breite. Die Bände 4 und 6 sind zweisprachig (deutsch/englisch).

Im Verständnis der Herausgeber wird Musiktheorie als monistische Handwerkslehre heute zunehmend abgelöst von einer Fülle an „Theorien der Musik“ (daher der Plural des Reihentitels "musik.theorien"), die in ihrer Pluralität und ihrem Konfliktpotenzial beschrieben werden können, ohne sich jedoch in einem beliebigen Nebeneinander aufzulösen. Vielmehr soll der traditionelle Anspruch der Musiktheorie, durch systemartige Netzwerke neue Erkenntnisse zu gewinnen und neue Zusammenhänge sichtbar zu machen, auf einer übergreifenden Ebene eingelöst werden.


Redaktioneller Beirat
Sebastian Claren, Berlin
Andreas Dorschel, Graz
Lukas Haselböck, Wien
Jörn Peter Hiekel, Dresden
Ludwig Holtmeier, Freiburg

erscheint im PFAU-Verlag, Saarbrücken